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Netzwerkinfrastrukturen mit optischen Fasern sind dazu in der Lage, hohen Anforderungen gerecht zu werden und große Strecken bereitzustellen. Dies hängt in erster Linie davon ab welche Transceiver und Glasfaserkabel verwendet werden. Optische Transceiver sind Module, die elektrische Signale in optische Lichtsignale umwandeln und diese mit Hilfe von Lasern über ein optisches Kabel schicken. Der empfangende Teil der Verbindung ist auch ein optischer Transceiver, der das optische Licht wieder in elektrische Signale umwandelt, so dass das Gerät in dem der Transceiver steckt, die empfangenen Daten lesen kann. Auch wenn optische Transceiver den komplexeren Job im Glasfasernetz übernehmen, sind die optischen Kabel der wichtigste Teil der gesamten Netzwerkinfrastruktur. Ohne sie wäre die Verbindung von Gasfaserkomponenten nicht möglich.

Glasfaserkabel gibt es in vielen Formen und Größen, auswählbar in Abhängigkeit von der Art des Projekts, für das sie benötigt werden. Allerdings sind sie nochmal in zwei Hauptkategorien unterteilt: In Multimode- und Singlemode-Fasern. In Kurzform sind sie als MMF und SMF bekannt.

Wie wir bereits wissen, sind Multimode-Fasern optische Kabel, die in Glasfasernetzen für Kurzstreckenverbindungen verwendet werden, am häufigsten in einem bestimmten Gebäude, wie z.B. in einem Datacenter. Es gibt vier Arten von Multimode-Fasern (OM1, OM2, OM3 und OM4), die auf dem Markt erhältlich sind und sich jeweils in Ihren Fähigkeiten voneinander unterscheiden.

Der entscheidende Unterschied zwischen Multimode und Singlemode-Fasern ist die damit mögliche Reichweite. Dieser Unterschied tritt vor allem wegen des größeren Kerns der Multimode-Glasfaserkabel auf, welcher etwa 50-100 Mikrometer beträgt. Sie sind in der Lage, eine viel größere Wellenlänge des optischen Lichts zu tragen. Diese größere Wellenlänge hüpft um das Kabel und der Leistungsverlust ist größer. Singlemode-Fasern haben einen viel kleineren Kern, der im Allgemeinen etwa 9 Mikrometer beträgt. Aus diesem Grund können sie keine sehr große Wellenlänge tragen. Stattdessen ist die Wellenlänge, die sie tragen, im Vergleich zu Multimode viel schmaler. Das Licht wird vom Transceiver direkt durch den Kern geleitet und hüpft während seiner Reise nicht um die Faser herum. Dies sorgt schließlich für eine längere Reichweite mit geringer Verlustleistung, auch als Dämpfung bekannt.

Doch wie bei Multimode-Fasern sind Singlemode-Fasern in Kategorien (OS1 und OS2) unterteilt. Je nach Netzinfrastruktur ist der Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien wichtig.

OS1 Singlemode-Fasern entsprechen dem ITU-T G.652-Standard und seinen Spezifikationen. OS2 Singlemode-Fasern hingegen können den ITU-T G.652C-, G.652D- oder G.657.A1 Standards entsprechen. Ein weiterer großer Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien ist die Kabelkonstruktion. Da OS1 am häufigsten für Innenanwendungen verwendet wird, sind sie zugentlastet aufgebaut. Dies bedeutet, dass sie als feste Medien hergestellt werden. Die Kabel des Typs OS2 werden als sogenannter lose Tube konstruiert und sind vor allem für den Einsatz im Freien gedacht. Dies ist der Hauptgrund, warum OS1-Kabel einen größeren Verlust pro Kilometer im Vergleich zu OS2-Fasern haben. In der Regel liegt die maximal erlaubte Dämpfung für OS1 Kabel bei 1,0 dB/km und für OS2 bei 0,4 dB/km. Die maximale Entfernung, die ein OS1-Kabel erreichen kann, beträgt 2 Kilometer, während die maximale Entfernung, die OS2 erreichen kann, 10 Kilometer beträgt. Dies ist der Grund, warum OS2 viel teurer in der Produktion ist, im Vergleich zu OS1 Kabeln.

Bei der Auswahl und dem Kauf des richtigen Kabels für Ihr Projekt ist es unerlässlich, dass bei der Verwendung von beiden Fasern auf eine hohe Sorgfalt bei der Implementierung geachtet wird. Wenn ein Singlemode-Kabel für eine Indoor-Netzwerk-Infrastruktur benötigt wird, dann ist OS1 die richtige Wahl. Wenn ein Singlemode-Kabel für eine Outdoor-Netzwerk-Infrastruktur benötigt wird, dann ist OS2 die richtige Wahl.